Freitag, 27. Oktober 2000
Menschen mit echtem Haß sind Menschen,
die eigentlich etwas in sich nicht mögen,
es vielleicht sogar tiefgründig hassen,
alles dafür tun, das dies niemand herausfindet,
aus der Angst heraus, man könnte dadurch verwundbar werden.
Diese Menschen beginnen selbst Dinge zu hassen, die sie mögen.
Seltsam ist nur, das sie meist alleine nicht gegen dieses Gift vorgehen.
Dies Bedarf schon eine Gruppe, gleicher Menschen...
...entstehen so Kriege?
** Dunkler Wanderer 27.10.2000 **
Haß ist wie ein Saatkorn,
das gedeiht in Dir leise,
wird schnell größer, als du selbst,
und das was Du in Dir gesäht hast,
wird größer werden, als Du es je kontrollieren könntest.
** Dunkler Wanderer 27.10.2000 **
Träume sind ein großer Spiegel.
Invertiert die Verschlüsselte Vergangenheit.
Das Bild ist deine Seele,
der Traum ist der Verschlüsselte Inhalt.
Deine Gefühle sind die Botschaft, die Erinnerung das Ergebnis.
** Dunkler Wanderer 27.10.2000 **
Hoffnung ist ein unsichtbares Band,
das dir entweder den Weg zeigt,
dich zusammenhält oder einfach nur da ist,
damit du nicht aufhörst auf deinem Weg weiterzugehen.
** Dunkler Wanderer 27.10.2000 **
Das Leben ist ein großes Spiel,
voller Cheater, mit einigen Gamern,
dem Schicksal als Mainserver,
Gott als Anti-Virus Programm,
dich selbst, der sich selber sucht,
dabei manchmal solange cheatet,
bis man im TILT ended.
Manche spielen und gewinnen,
manche verlieren, ein Continue gibt es immer,
einen neuen Weg selbst da, wo vorher keiner war.
Am Ende ist das Licht das Game Over Player One.
Dann findet man sich selbst, hat sein Ende gefunden,
kommt sogleich danach in ein neues Level
und beginnt ein neues Spiel, ein weiteres Spiel des Lebens.
** Dunkler Wanderer 27.10.2000 **
Dienstag, 24. Oktober 2000
Freunde sind wie ein Teppich,
der einen hält,
der einem vor dem Ausrutschen bewahrt,
der einen auffängt, wenn man fällt.
** Dunkler Wanderer 24.10.2000 **
Montag, 23. Oktober 2000
Träume sind eine Welt, die man sich selber baut, darin lebt und wartet das man entweder aufwacht oder das sein ganzes Leben darin aufgeht. Wer noch Träume hat, hat die Hoffnung auf Veränderung selber nicht verloren, derjenige der von etwas träumt hat ein Ziel, was sich zu erreichen lohnt, doch derjenige, der seine eigenen Träume für Spinnereien hält wird sehen, das er sich selbst verleugnet.
** Dunkler Wanderer 23.10.2000 **
Wir sehen in das Jahr 2053. Atomkriege, Biologische Verseuchungen und des Menschen Lust hat die Erde entstellt, sie verdorrt und zerstört. Sie dreht sich wie ein verdorrter Apfel um die Sonne herum. Der Himmel ist schwarz, voller Staub und Dreck komplett befleckt. Bomben haben ihn dort hin katapultiert, dabei tausende Menschen in einem Feuermeer versank, in die Pilz-ähnliche Todeshand.
Länder gibt es nicht mehr, Städte sind alle leer, Skelettreste liegen auf dem Spielplatz herum, der Tod herrscht nur übers Land. In tiefen Berghöhlen, wo die Armme ihre Kontrollstationen für ihre todbringenden Flüche bauten leben keine Menschen mehr. Computer blinkten und piepen noch, Todesgeruch. Die noch existierenden Raketenabschussbunker sind leer oder dort regt sich eh nichts mehr. Einige Zeichen auf dem Bildschirm sind der letzte Rest der ganzen Zivilisation.
Digitale Karten die letzten Zeugen einstmals einer schönen Welt, einige Fotos, aufgeklebt auf kalte Armaturen zeigen den Geistern, das einstweilige Dasein, vor dem Krieg. Niemand ist mehr da, der noch berichten kann, wie es war als der Nukleare Winter kam. Gestorben sind viele, keiner ward mehr da, der noch einen Ton sprechen kann. Einige Städte wie ein großes Puppenhaus, wo einstmals Neutronenbomben den Tag erhellten. Doch an einem Ort gab es den letzten Menschen der Welt. Ein 14 jähriger Junge in einem Bunkerteil. Umgeben von Technik und künstlichem Licht, hunderte von Metern tief im Erdschlund versteckt. Er sah nichts von den großen Leuchtfeuer, was plötzlich kam, nur das Beben der Erde, wie als würde sie schreien.
Nun sitzt er da und sieht sich um, Tasten, Knöpfe, Bildschirme, die ein schneeverzerrtes Bild von außen Kameras liefern. Satellitenbilder, die nichts zeigen als ein tiefes rot. Computer sind so weit, wie nie, denken, reden, plappern Müll wie nie. Doch viel Wahl hat dieser Junge nicht, er redet zu einem Maschinen Angesicht. Er fragte und man sollte ihm berichten, was andere anrichten. So wurde ihm gezeigt, was der Mensch hat vollbracht. Alles was noch war blinkte und blitzte in dem großen Betonsarg.
So, sah der Junge, er war der letzte, alles was war. Er erinnerte sich noch zurück. Vor einer Woche hatte er noch Fußball gespielt, hatte seine Mutter umarmt, hatte Kuchen gegessen. Es war ein Alptraum, der über alles kam, was er sich vorstellen konnte. Aber warum er, wie überlebte er diesen Krieg, dazu der Computer schwieg. Fragen warum waren das große Rätsel der Zeit, Programme wussten alles, nur keinen Verstand. Essen war da, für die nächsten 30 Jahr. Wasser soviel man trinken konnte. Strom durch Atomreaktoren, bis sie durch die Zeit zerfallen. Niemand war da, niemand war nur annähernd zu sehen. Der Junge setzte sich und träumte von seiner Welt. Es war noch nicht so lange her, da tobte er noch im Schnee, der letzte richtige Winter, erst 8 Monate her. Einen Schneemann hatte er mit seinem Vater gebaut, und ihn Bob getauft. Nun ist er wie alles gegangen, in einem großen Rauchfaden. Doch wie fing es an? Niemand wusste genau die Antwort, keiner konnte es sich denken.
Es war ein Computerkrieg, Netze von Daten, die das Ende beschlossen. Eigentlich wollt es doch keiner. Politiker redeten immer nur von Sicherheit von Abschreckung. Alles war ein Spiel und jetzt der Todesernst. Wer hatte angefangen? Wer will das denn noch wissen, darauf hätte jetzt selbst der Hund geschissen. Der Junge unterhielt sich lange Zeit mit dem Computer der Station, schaute Fern und vergaß mal das, was ihn so unglücklich hat gemacht. Die Zeit floss dahin und die Erinnerungen kehrten zurück. Nun wusste er, wie es anfing! Er erinnerte sich an so ein Netz, es wurde ProtNet getauft, ein dunkles Netz, entstanden aus Hass und Teufelsbrut, geschaffen für den Tod von Menschen.
Wie war das doch gleich? Amerika brauchte ein Nukleares Abschirmnetz? Ja, wichtig war es, es musste sich doch geschützt werden. So fing es an. China und Amerika, sowie die klugen Russen, alle hatten kräftig gebaut, an Bomben und an dem ganzen Todesrauch, chemische Waffen, die das taten, was Bomben nicht geschafft. So kam es wohl zu einem Tag X. Computer begannen das Spiel erlernt aus Simulationen. Generäle freuten sich, als bunte Bildschirmraketen auf Landkarten rote Punkte hinterließen, wenn es hieß "wir haben gewonnen".
Jetzt hat jeder verloren und auch der Junge war der letzte Verlierer der ganzen Welt. So lebte der Junge lange Zeit, unterhielt sich, ging in den kalten Gängen durch die Gegend, doch er dachte, was ist das für ein sein? Er fand schließlich noch mehr todbringende Fracht. Eines Tages, sah der Junge, jetzt schon Monate gefangen in einer Welt aus Tränen und Stahl, einer bitteren Welt voller Kälte, des Todes, der Einsamkeit, einen Sonnenaufgang. Der Himmel hatte ein Loch gestoßen in den schwarzen Wolkenpanzer aus radioaktiven Dreck. Wer hätte gedacht, nochmal so etwas schönes zu sehen? Ein sanftes rot-gelbes Licht drang durch, leicht im Schnee durch den unsichtbaren Tod verursacht, der selbst abgeschirmte Technik versuchte auszulöschen.
Der Junge sah minutenlang auf den Bildschirm, genoss den Sonnenaufgang, genoss die Wärme, die er sich erträumte und dachte an seine Vergangenheit. Er dachte weiter und weiter nach und weinte dabei, lachte zugleich und wurde stumm. Gedanken wurden Farben.
Er drückte einige Tasten wild einher,
fand einen Schlüssel im blinkenden Farbenmeer,
ihn um zudrehen war sehr leicht,
wie einst ein General, seine Haut ganz bleich.
Rote Lampen leuchteten auf,
alles ging seinen Lauf,
die Luke für die letzte Rakete dieser Welt,
blieb dicht und stumm, ein gleißendes Zischen ging herum.
Der Abschluss erfolgte nicht,
der Rechner weigerte sich gegen über des Jungen Angesicht.
Ohne das Öffnen der Abschussluke war der Zugang verwehrt,
die Bildschirme warfen ein sanftes Rot,
hinüber zu dem im Dock stehenden Tod.
Das Sprachinterface verzerrt und kalt
wiederholte nochmals den Bildschirminhalt.
Der Junge redete wie ein Wasserfall,
voller Tränen und Wut fast im Überschall.
Der Rechner ohne jedes Gefühl nahm an
dachte nach minutenlang.
Das Interface rot,
der Start blockiert,
der Blick hoffend ins Okular:
Ob ein Computer ein Gefühl verstand?
In seinem Programm doch eine andere Anweisung stand.
Das Interface bewegte sich von Rot ins Grün,
wenn er wollte, durft' er gehen.
"Lebe wohl mein Freund." er hatte noch gesagt, es auf alle Bildschirme gebracht, selbst das Fax, es hat ausgespuckt. Der Junge lächelt und sagte "Lebe wohl mein letzter Freund", dachte an seine Mutter, die er in Gedanken umarmte und der letzte rot-weiße Feuerblitz, zerfetzte den grauen Beton, Feuer zu Asche, Asche zu Feuer und brachte ihn vor ihr Angesicht.....
** Dunkler Wanderer 23.10.2000 **
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